Psycho-ABC: A wie Achtsamkeit

Lesedauer: 3 Minuten

Achtsam sein bedeutet…

…die eigene Aufmerksamkeit auf den Augenblick zu lenken…
…sich zu erlauben, einfach da zu sein…
…mit der Aufmerksamkeit immer wieder ins Hier & Jetzt zurück zu kommen…
…nicht zu bewerten, was Sie gerade erleben, sondern nur wahrzunehmen.

Immer wieder stelle ich fest, dass in der Psychologie – wie in jedem anderen Fachbereich auch – ganz selbstverständlich Fachbegriffe verwendet werden. Den meisten Menschen sind diese aber völlig fremd. Deshalb möchte ich im Rahmen der Reihe das kleine ABC der Psychologie einige der Begriffe erklären. Heute: A wie Achtsamkeit.

Zunächst die gute Nachricht: Achtsamkeit muss nicht sehr viel Zeit im Alltag in Anspruch nehmen. Schon bei kurzen Interventionen von etwa 5-10 Minuten können sich Auswirkungen zeigen. Was die Länge der Übungen angeht, gibt es keine pauschale Empfehlung, die für alle gelten kann. Es gilt eine ähnliche Faustregel wie beim Sport: große Dosen produzieren größere Effekte.


Viel wichtiger als die Dosis ist die Fähigkeit, Achtsamkeitsübungen auf stressige Situationen anwenden zu können. Und um genau die soll es in meinen Kursen gehen!


Achtsame Grundhaltung


Um die Praxis der Achtsamkeit zu erlernen, gibt es eine Voraussetzung. Nämlich die Bereitschaft, eine achtsame Grundhaltung einzunehmen . Und zu genau dieser Haltung gehören folgende Einstellungen:

  • Nicht Urteilen: eine nicht wertende Haltung gegenüber aktuellen Ereignissen und Erlebnisinhalten, Beobachten statt zu Bewerten
  • Akzeptanz: die Dinge so hinnehmen, wie sie sind
  • Die Fähigkeit zum Nichtstun: nicht zielgerichtet eine Handlung auszuführen
  • Loslassen: Dinge wieder gehen lassen zu können, nicht an etwas festzuhalten
  • Geduld und Vertrauen 
  • Beginner´s Mind: der Versuch, die Welt so zu betrachten, als würde man sie zum ersten Mal sehen

Durch diese Grundhaltungen des Beginner´s Mind erschließen sich Ihnen neue Perspektiven. Sie erhalten sich eine innere Offenheit. Innere Offenheit, Nichtstun, eine nicht wertende Haltung und Akzeptanz ermöglichen das Praktizieren von Achtsamkeit.

Auswirkungen von Achtsamkeit


Die Achtsamkeit wurde in ihrer Wirkung natürlich auch wissenschaftlich untersucht. In klinischen Studien wurde die Wirksamkeit bestätigt. So konnten Effekte auf die körperliche und psychische Gesundheit festgestellt werden. Außerdem hat Achtsamkeit auch positiven Einfluss auf das Denken, Fühlen und die Beziehungen von Menschen.

Gesundheit

Achtsamkeit kann viele positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben:

Sie können den eigenen Körper besser wahrnehmen
Ihre Entspannungsfähigkeit verbessert sich
Sie lernen, besser mit Stress umzugehen
starke Raucher rauchen weniger
Ihre Spiritualität verstärkt sich
Sie essen bewusster und dadurch häufig weniger
Menschen mit Depressionen bleiben eher gesund
Depressions-und Angstsymptome reduzieren sich
Sie haben weniger Sorgen und Gedankenkreisen

Arbeitsleben


Auch auf den Beruf hat das Ganze Auswirkungen. Soziale Beziehungen verbessern sich, die eigene Arbeitsleistung erhöht sich. Durch Achtsamkeit fällt es auch leichter, Entscheidungen zu treffen. Und sie trägt zur eigenen Resilienz bei. Dadurch erhöhen sich also die psychischen Abwehrkräfte.

Resilienz ist die Fähigkeit, mit negativen Gedanken und Gefühlen hilfreich umzugehen. Es ist vor allem am Arbeitsplatz wichtig, gegenüber Stress und Herausforderungen resilient zu bleiben.

Eine achtsame Grundhaltung wirkt sich auch im Beruf positiv auf Ihre Leistung, Ihre Entscheidungen und Ihr Team-Gefühl aus. Und damit kann sich auch Ihr Wohlbefinden verbessern.

Beziehungen


Auch auf Beziehungen kann Achtsamkeit einen positiven Einfluss haben. Denn es verbessert die Empathie, also das Mitgefühl und die Entspannung. Spannenderweise hilft die Beschäftigung mit sich selbst also dabei, dass man auch mit Anderen mehr mitfühlen kann.

Wenn man sich selbst wieder wohler fühlt, kann man auch auf andere anders zugehen. Dadurch können Sie wieder entspannt und emphatisch auf andere zuzugehen. Sie können die eigene Bedürfnisse und die von anderen wahrnehmen und darauf reagieren. Das verbessert auch Ihre Kommunikation. Durch alle diese Veränderungen werden Sie zufriedener in Ihren Beziehungen. Außerdem fördert Achtsamkeit auch die Kreativität.

Aber wie genau werden wir eigentlich emphatischer, wenn wir uns mehr mit uns selbst beschäftigen? Durch das Üben von Achtsamkeit lernen Sie, Gefühle besser vorherzusagen. Außerdem können Sie mit Gefühlen besser umgehen. Und gleichzeitig verbessert sich das eigene Gedächtnis. Die Information, die ich jetzt mehr aufnehme, weil ich mehr spüre, kann auch schneller verarbeitet werden.


Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, die jeder Menschen hat. Je nach Praxis ist sie mehr oder weniger ausgeprägt.

Mir liegt das Thema Achtsamkeit sehr am Herzen. Ich habe es persönlich als sehr hilfreich erlebt und auch immer wieder die Rückmeldung bekommen, dass es meinen Klientinnen geholfen hat. Deshalb gebe ich auch Kurse zur Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Mit meiner Überzeugung bin ich nicht allein, darum finanziert Ihre Krankenkasse Ihnen den Kurs sogar! Ich würde mich freuen, Sie in einem der Präventionskurse begrüßen zu dürfen!

Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, geht’s hier zur Anmeldung!

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