Waldspaziergang – was die Natur zu unserer Gesundheit beiträgt

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Die stille Zeit steht bevor, es wird wieder kälter und gerade jetzt bleiben die meisten Menschen lieber zuhause. Ist ja auch gemütlich, kann ich erstmal gut nachvollziehen. Aber gerade jetzt wäre es für die psychische und körperliche Gesundheit wichtig, hin und wieder einen Waldspaziergang zu unternehmen. Ich möchte deshalb einen Versuch unternehmen, den Waldspaziergang etwas attraktiver zu machen. Vor allem für die Menschen, für die er es noch nicht ist. Darum erkläre ich einiges zum Waldspaziergang und was die Natur zu unserer Gesundheit beiträgt.

Durchatmen

Wenn wir den ganzen Tag im Büro oder (dank Homeoffice) in der Wohnung sitzen, das Ganze vielleicht noch in einer größeren Stadt, dann fällt es uns oft gar nicht mehr auf. Wer dann aber den Weg in den Wald findet, wird plötzlich merken, dass es sich dort freier atmet. Das hat einerseits damit zu tun, dass wir Menschen eigentlich nicht dafür gemacht sind, im Beton-Dschungel zu leben. Allein der Anblick der Natur bringt uns also oft schon zum Durchatmen. Andererseits hängt das aber auch damit zusammen, dass im Wald die Luftqualität einfach besser ist.

Immun-Booster

Und nicht nur die Luftqualität ist besser, es sind auch sogenannte Terpenoide in der Luft. Die werden von Nadelbäumen verströmt und haben einen erstaunlichen Effekt auf unser Immunsystem. Denn Forscher haben herausgefunden, dass diese Stoffe die Killerzellen unseres Immunsystems stärken. Wer es also einmal die Woche in den Wald schafft, hat sich Unterstützung für´s Immunsystem geholt. Und die hält oft bis zu 7 Tage an! Gerade in der Grippezeit also kann der Waldspaziergang hilfreich sein!

Symbolbild Achtsamkeit beim Waldspaziergang: An einem Zweig hängt eine Kugel aus Moos. Darauf eine dünne Schneedecke.

Waldbaden

In den letzten Jahren bekannt geworden und häufig nicht ernst genommen: das Waldbaden. Dabei wird das Ganze häufig falsch verstanden. Es geht eben nicht darum, wahllos Bäume zu umarmen oder um spirituelle Erleuchtung. Viel mehr geht es um Achtsamkeit für die Dinge, die uns umgeben. Also darum, den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen. Hin zu spüren, wie die Luft sich bewegt, welche Temperatur sie hat, ob sie feucht ist oder trocken. Alle Düfte wahrzunehmen, Geräusche zu beobachten und natürlich auch die verschiedenen Untergründe. Der Effekt ist, dass wir im Hier und Jetzt leben, weniger Grübeln und in die Entspannung kommen. Mehr zum Thema Achtsamkeit finden Sie hier.

Bewegung

Und zum Schluss das Naheliegendste: Ein Waldspaziergang bedeutet Bewegung. Der Mensch ist dazu gemacht auf Stress zu reagieren. Wir schalten alle Systeme ab, die nicht gebraucht werden und konzentrieren uns darauf, die Situation zu bewältigen. Super Sache, solange der Stress kurz anhält und auch wieder abgebaut werden kann. Unser Stress hält leider meistens lange an. Und zum Abbauen braucht es Bewegung. Die in unserem Lebensstil leider oft viel zu wenig vorkommt. Deshalb: ab zum Waldspaziergang, den Stress weglaufen und dabei noch was fürs Immunsystem und die Psyche tun!

Wem das nicht mehr reicht, der kann gerne im Kurs „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ vorbeischauen. Die meisten Krankenkassen erstatten die Kursgebühr.

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